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Sonntag, 26. März 2017

Bitte unterschreiben - Petition zu Tierversuchen








Das deutsche Tierschutzrecht verstößt laut der Organisation "Ärzte gegen Tierversuche" gegen die EU-Tierversuchsrichtlinie. 

Bitte diese Petition an den Bundestag unterzeichnen. 

Dafür muss man sich auf epetitionen.bundestag.de registrieren, das ist aber schnell erledigt. 

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2017/_01/_09/Petition_69364.html



Die Bundesregierung wird ersucht, die Regelungen zu Tierversuchen in Deutschland zu überarbeiten, um die per Rechtsgutachten dokumentierten tierschutzrelevanten Verstöße gegen die EU-Tierversuchsrichtlinie zu beseitigen.

Begründung
Ein Gutachten belegt 18 Verstöße des deutschen Tierschutzrechts gegen die Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU. U.a.

1. Schwerst belastende Tierversuche
Erwägung 23 Richtlinie: „Aus ethischer Sicht sollte es eine Obergrenze für Schmerzen, Leiden und Ängste geben, die in wissenschaftlichen Verfahren nicht überschritten werden darf. Hierzu sollte die Durchführung von Verfahren, die voraussichtlich länger andauernde und nicht zu lindernde starke Schmerzen, schwere Leiden oder Ängste auslösen, untersagt werden.“ Bsp. können sein: Elektroschocks, denen das Tier nicht entgehen kann; Versuche, bei denen Schwimmen erzwungen wird 

(...)







Donnerstag, 9. März 2017

Lepto-Impfstoffe: Alles paletti, oder doch nicht?




In den Hunde-Richtlinien des US-Tierarztverbands AAHA gehört die Lepto-Impfung nicht zu den "core vaccines", sie wird also nicht für alle Hunde empfohlen.

In der deutschen "Leitlinie" zählt sie selbstverständlich zum Hauptprogramm, dh Lepto für alle.

Das gefällt etlichen US-Tierärzten und Impfstoffherstellern nicht, deshalb wird dort immer wieder Lepto-für-alle-Propaganda gemacht. 

Ein beliebtes Argument ist, dass die Impfstoffe früher - in ganz, ganz seltenen Fällen - unerwünschte Wirkungen verursacht hätten, dass sie heute aber sicherer seien.

Wie kann das sein?

Früher wurde den Tierhaltern doch genau dasselbe erzählt: Lepto-Impfstoffe sind sicher, Nebenwirkungen kommen praktisch nicht vor. 

Und plausibel ist es auch nicht. Denn die neueren Produkte enthalten mehr Antigene als die früher üblichen Zweifach-Impfstoffe. 

***

Ähnlich verquer wird in Deutschland argumentiert, seit die neuen Lepto-Mehrfachimpfstoffe auf den Markt gekommen sind und die Zahl der Nebenwirkungsmeldungen sprunghaft gestiegen ist

Trotzdem sollen die Tierhalter/innen ihre Hunde brav weiter gegen Lepto impfen lassen, und zwar natürlich mit den neuen Vierfachimpfstoffen. 

So zum Beispiel die Antwort eines bekannten Hochschulveterinärs (Mitglied der Stiko Vet) auf die Anfrage einer besorgten Züchterin.

Denn es sei ja nicht klar, schrieb er, ob es wirklich mehr Nebenwirkungen gebe oder ob bloß die Zahl der Meldungen gestiegen sei. 



***

Die European Medicines Agency (Europäische Arzneimittelagentur, Ema) sieht das etwas anders

In ihrem Bericht über Nebenwirkungsmeldungen im Jahr 2016 listet sie diese Impfstoffe auf (nur Lepto oder Lepto in kleinen und großen Kombinationen):

Canigen L4
Nobivac L4
Versican Plus DHPPi/L4
Versican Plus DHPPi/L4R
Versican Plus L4
Versican Plus Pi/L4
Versican Plus Pi/L4R

Und zu dieser Liste heißt es im Ema-Pharmakovigilanz-Report: 

"Im Zusammenhang mit verschiedenen Lepto-Mehrfachimpfstoffen wurde eine hohe Zahl von Meldungen über schmerzhafte lokale Reaktionen und systemische Reaktionen erstattet. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die Ursache zu finden, zum Beispiel zur Rolle der zusätzlichen Antigen-Belastung.
(Übers. und Hervorh. MP)

Systemische Reaktionen = von der lokalen allergischen Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock. Zu ergänzen wäre hier noch, dass mindestens einer der Lepto-Vierfachimpfstoffe schwere Autoimmunerkrankungen ausgelöst hat. 


Hinweis: Die Liste enthält nur diejenigen Lepto-Mehrimpfstoffe, die bei der Ema zentral für alle Mitgliedsländer zugelassen wurden. Mehrfachprodukte, die nicht von der Ema, sondern dezentral in einem oder in mehreren europäischen Ländern zugelassen wurden, dürften genauso nebenwirkungsträchtig sein. 




©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/






Ema-Nebenwirkungsreport: Hunde an führender Stelle




Die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, Ema) hat kürzlich ihren Veterinär-Pharmakovigilanzreport für das Jahr 2016 vorgelegt. 

Bericht über die voriges Jahr eingegangenen Nebenwirkungsmeldungen zu Tierarzneimitteln, die bei der Ema zentral für alle Mitgliedsländer zugelassen sind. 



2016 wurden 18 413 Meldungen registriert. 

65 Prozent aller Berichte (11 657) entfielen auf Hunde. 

17 Prozent aller Berichte (3072) entfielen auf Katzen. 

3 Prozent aller Berichte (582) entfielen auf Kaninchen. 

14,3 Prozent aller Berichte (3130) entfielen auf "Nutz"-Tiere. 

Weil Meldungen mehr als ein Tier betreffen können, übersteigt die Zahl der betroffenen Tiere die Zahl der Meldungen. Bei Hunden sind es 12 312, bei Katzen 3499, bei Kaninchen 6025. Bei den "Nutz"-Tieren kann die Zahl der betroffenen Individuen bis zu sechsstellig sein. 


Im Zeitraum 2005 bis einschließlich 2016 führten diese Produktklassen die Liste der Meldungen an: 


Antiparasitika: 65 193 Meldungen = 37 Prozent

Immunologika (Impfstoffe u. ä.): 42 870 Meldungen = 24 Prozent 


***

Dass Hunde und Katzen dermaßen prominent vertreten sind, ist nicht weiter erstaunlich. Anders als beim "Nutz"-Tier wird auf ihr Befinden geachtet

Das Befinden von "Nutz"-Tieren spielt nur dann eine Rolle, wenn ihr wirtschaftlicher Wert beeinträchtigt wird. 

Gesellschaftstiere (Hunde und Katzen) sind aber auch deshalb so häufig vertreten, weil sie den mit Abstand lukrativsten Markt für Antiparasitika, Impfstoffe etc. pp. darstellen. Die Preise, die man den Hunde- und Katzenhaltern/innen abknöpft, sind woanders nicht zu erzielen. Deshalb diese Flut von immer mehr und immer "besseren" neuen Produkten.  


©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/





Montag, 27. Februar 2017

OT: Nachklapp zur Spendensaison/Werbemüll


Einmal an eine (große) Tierschutz-Organisation gespendet, und schon wird man mit Werbemüll zugeschüttet

Man kann das aber abstellen. Und zwar so: 



Sehr geehrte Damen und Herren,


wir haben vor einiger Zeit für *** gespendet und bekommen seither aufwendiges Spendenmarketing-Zeug zugeschickt. 

Wir brauchen keinen Kalender mit kitschigen Tierfotos, und wir möchten auch keine DVD über Ihr Projekt XY. 

Wir brauchen erst recht keine Hochglanz-Fotos irgendwelcher Funktionäre Ihrer Organisation. Was sollen wir Ihrer Meinung nach damit tun? Einrahmen und an die Wand hängen?

Aus unserer Sicht tragen Sie mit diesem Werbematerial nur zur fortschreitenden Vermüllung der Welt bei. 

Vor allem aber fragen wir uns, wie viel von unserer Spende in die Kasse einer professionellen Fundraising-Agentur geflossen ist. 

Dafür haben wir nicht gespendet. Deshalb wird *** von uns keine Zuwendungen mehr erhalten. 

Bitte löschen Sie uns aus Ihrem Verteiler. 


Mit freundlichen Grüßen

Mittwoch, 22. Februar 2017

OT: Der Multimilliardär ruft, und die Medien machen ihren Hofknicks




Multimilliardär Bill Gates hatte soeben in Deutschland einen großen Auftritt als Wohltäter.*

Huldvoll gewährte er den Medien Interviews, damit sie seine Botschaft verbreiten. 

Und die lautet, dass quasi jederzeit weltweite Epidemien ausbrechen könnten und dass zu wenig Steuergeld** in die Pandemie-Vorsorge fließt. Was ja für Gates und seine Pharma-Freunde im wesentlichen Impfstoffentwicklung heißt. 

Kritische Fragen bekommt der Herr nicht gestellt. 

Zum Beispiel, warum seine Gates-Stiftung in Indien aus der nationalen Impfkommission geflogen ist. Die Stiftung hat diese Impfkommission faktisch betrieben. Am 28. Februar ist damit Schluss. 

Indiens Regierung hat das Treiben beendet, weil sie Interessenkonflikte am Werk sieht. Denn: Überall in der Gates-Stiftung sitzen Leute aus der Pharmaindustrie. 


Detail am Rande: Gates erwähnt, dass Forschung über Krankheitserreger zweischneidig sein kann. Sie liefert die Grundlagen dafür, dass gefährliche Erreger gezüchtet und zu Terrorzwecken eingesetzt werden können. Allerdings braucht man für diese Gefahr keine Terroristen - in den Laboren wird mitunter dermaßen gepfuscht, dass Kritiker schon gefordert haben, diese Art von Forschung einzustellen.



*Wohltäter mit Milliarden und Abermilliarden Dollar, die an der Steuer vorbei angehäuft wurden. 

** Ein beliebtes Prinzip in der Medizinforschung: Der Staat = der Steuerzahler finanziert die (Grundlagen-) Forschung, die Industrie reißt sich dann die Ergebnisse unter den Nagel und macht fette Profite.  

PS: Gute Studie darüber, warum diese Milliardärsstiftungen der Menschheit schaden. (Leider nur in Englisch.)

Samstag, 18. Februar 2017

EU-Bürgerinitiative gegen Glyphosat: Bitte unterschreiben



Umweltschutzverbände haben eine EU-Bürgerinitiative gegen das Pflanzengift Glyphosat gestartet. 

Das Zeug kommt inzwischen überall vor, etwa im Futter für "Nutz"-Tiere. 

Siehe zum Beispiel hier.

Und natürlich auch im Futter für Haustiere

In den USA wurde es in Katzen- und Hundefutter nachgewiesen (englisch).





PS: Eine Leserin hat uns dazu geschrieben (danke, R.) und u. a. diesen Link genannt (für Leute, die mehr wissen wollen).

Mittwoch, 11. Januar 2017

Hunde sind die Melkkühe der Impfstoffhersteller



Jedes Jahr bringen Marktforschungsunternehmen Trendanalysen zum globalen Tierimpfstoffmarkt heraus. 

Diese Marktprognosen verkaufen sich nicht von selbst, schon wegen der horrenden Preise. Also muss man viel Werbung dafür machen.

2016 fielen uns zwei dieser Werbeschreiben besonders auf. 


***


Hunde-Impfstoffe machen gut 50 Prozent
des globalen Markts aus. 



Das teilt Transparency Market Research in einer PR-Aussendung mit. 

2015 seien es 52,7 Prozent gewesen, und dieses Marktsegment behalte auch künftig seine dominierende Stellung.

Wie bitte?

Mit Hunde-Impfstoffen - nach Kopfzahl eigentlich fast ein Nischenprodukt - wird mehr Geld gemacht als mit den Impfstoffen für die vielen Millionen Schweine, Rinder und Hühner?

Beispiel Deutschland 2015: 

27 Millionen Schweine
12 Millionen Rinder
160 Millionen Hühner
Aber nur 8 Millionen Hunde


Tja. Landwirte, bzw. Massentierhalter lassen sich halt nicht so leicht das Geld aus der Tasche ziehen. 


Genau genommen sind natürlich nicht die Hunde die Melkkühe, sondern die Hundehalter/innen, die sich blauäugig und ahnungslos jedes Jahr mit ihren Tieren zum Impfen einbestellen lassen.  



***


Die Zulassungsvorschriften für Tierimpfstoffe
sind überaus industriefreundlich.  


Zion Market Research weist in einer PR-Mitteilung darauf hin, dass Tierimpfstoffe, anders als Humanimpfstoffe, "ohne große kontrollierte Studien" auf den Markt kommen.  

So verlange das zuständige US-Landwirtschaftsministerium "kaum" den Nachweis, dass die Produkte sicher, sauber und wirksam seien. 

Und das ist leider in anderen Ländern kein bisschen besser. 

Sonst hätten wir nicht diese ganzen Wunderimpfstoffe.  


***

Wie schon mal gesagt: Tierimpfstoffhersteller müsste man sein. 




©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/